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Ratgeber Gasheizung

Gas-Brennwertkessel – Umwelt schützen und sparen

Mit einem Gas-Brennwertkessel heizen Sie modern, kostengünstig und umweltfreundlich. Durch ihren hohen Wirkungsgrad im Vergleich zu anderen konventionellen Heizsystemen und die Abgaswärmenutzung verbrauchen Sie nur wenig fossilen Brennstoff. Buderus stellt Ihnen die Systeme und ihre Funktionsweise genauer vor!

Wie funktioniert ein Gas-Brennwertkessel?

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Die Funktion eines Brennwertkessels unterscheidet sich nicht grundlegend von der einer herkömmlichen Gasheizung. Die zentralen Komponenten sind auch hier Brenner, Brennraum, Wärmetauscher und das Abgasrohr. Das in den Brenner strömende Erdgas wird verfeuert und setzt dabei Wärme frei, diese wird über den Wärmetauscher dann an das Heizwasser abgegeben und über eine Umwälzpumpe in die Heizkörper transportiert. So funktionieren auch konventionelle Heizkessel, die Gas als Energieträger nutzen.

Was bei einem Gas-Brennwertkessel jedoch anders ist und den Wirkungsgrad erhöht, ist die zusätzliche Nutzung der im Wasserdampf enthaltenen Energie. Der Wasserdampf entsteht bei der Verbrennung und Heizkessel geben ihn zusammen mit dem Abgas einfach an die Außenwelt ab. Bei einem Gas-Brennwertkessel wird das entstehende Rauchgas jedoch solange durch einen Wärmetauscher geleitet, bis auch der Wasserdampf seine thermische Energie abgegeben hat und kondensiert. Auf diese Weise geht weniger Wärme verloren, und der Wirkungsgrad des Brennwertgeräts steigt.

Vergleich von Heiz-und Brennwerttechnik.

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Was sind die Vor- und Nachteile von einem Gas-Brennwertkessel?

Vorteile von Gas-Brennwertkesseln Nachteile von Gas-Brennwertkesseln
  • hohe Effizienz durch hohe Wirkungsgrade
  • umweltfreundlicher als andere konventionelle Heizsysteme
  • platzsparend, besonders als Kompaktheizzentrale mit integriertem Warmwasserspeicher
  • in fast allen Gebäuden installierbar
  • einfache und sichere Versorgung mit Brennstoff
  • vielfältige Förderprojekte Kombination mit erneuerbaren Energien problemlos möglich
  • Gasanschluss erforderlich
  • Abhängigkeit vom Gasversorger und Zulieferern aus dem Ausland
  • Betriebskosten abhängig vom Gaspreis
  • höhere Anschaffungskosten als bei normalen Heizkesseln
  • Anpassungen an Abgas- und Abflussleitungen nötig
  • nicht klimaneutral (CO2-Ausstoß durch Verbrennung von fossilem Erdgas)

Buderus – Ihr Fachmann in Sachen Heizsysteme

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Heizsysteme

Ein Heizsystem muss vielen Ansprüchen genügen. In ihrer Ausführung können sie dabei sehr unterschiedlich sein. Buderus bietet Ihnen Heizsysteme mit Systemkompetenz. Erfahren Sie hier mehr dazu!

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Was sollte ich beim Kauf eines Gas-Brennwertkessels beachten?

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Möchten Sie sich einen Gas-Brennwertkessel anschaffen, sollten Sie sich zunächst über die Dimensionierung bzw. Leistung des Geräts Gedanken machen. Als Faustformel gilt: In nach 1995 errichteten Neubauten, die über eine moderne Dämmung verfügen, sollten Sie mit etwa 0,06 Kilowatt pro Quadratmeter rechnen. Bei Gebäuden mit normaler Dämmung sind es ca. 0,09 und bei einem Altbau ohne besondere Wärmedämmung 0,12 Kilowatt.

Auch die Abgas- sowie Abflussleitungen müssen Sie bei der Installation eines Gas-Brennwertkessels umrüsten. Damit das Kondenswasser den Schornstein nicht beschädigt, muss ein Edelstahl- oder Kunststoffrohr in diesen eingezogen oder als separate Leitung installiert werden. Zusätzlich ist ein Ablaufschlauch mit dem Abwassersystem zu verbinden. Beides lässt sich in der Regel jedoch problemlos nachrüsten.

Bedenken Sie außerdem, dass der Betrieb mit großflächigen Plattenheizkörpern oder einer Flächenheizung in Wand oder Fußboden effizienter ist als mit herkömmlichen Heizkörpern.

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Gas-Brennwertkessel – alle Produkte im Überblick

  • Gas-Brennwertgerät logano plus gbh212 Buderus
    Wärmepumpen-Hybridsystem mit Logano plus GB212
    Produktvorteile
    Wärmepumpen-Hybridsystem mit Gas-Brennwertkessel mit einer Außen aufgestellten Luft-Wasser-Wärmepumpe und Hybridmanager HM200 für optimale Regelstrategie für Heiz- und Warmwasserbetrieb.
    • Wärmepumpen-Hybridsystem mit Gas-Brennwertkessel
    • Steuerung über die Bedieneinheit RC310
    • Anwendung: Heiz- & Warmwasserbetrieb
  • Logano plus KB192i
    Produktvorteile
    Der systemoptimierte Logano plus KB192i ist der ideale Austauschkessel für die Modernisierung im System mit einer Wärmepumpen-Außeneinheit. Ohne Verzicht auf den Komfort.
    • unkompliziert Erweiterbar zum Wärmepumpen-Hybridsystem
    • optimale Energieausnutzung durch modulierenden Brennerbetrieb. Modulationsbereich 1:10
    • problemlose hydraulische Einbindung und Anschlusskompatibilität an vorhandene Anlagen

Wie umweltfreundlich ist ein Gas-Brennwertkessel?

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Ein Gas-Brennwertkessel ist umweltfreundlicher als ein einfacher Gasheizkessel und vor allem als eine Ölheizung. Erdgas verbrennt nicht nur deutlich sauberer als Öl, durch die Brennwerttechnik und die höheren Nutzungsgrade der modernen Brennwertgeräte wird für die Wärmeerzeugung insgesamt weniger Erdgas benötigt, was den CO2-Ausstoß weiter senkt. Außerdem können Sie Ihren Gas-Brennwertkessel mit Solarthermie zur Warmwasserbereitung kombinieren, um die Umweltbelastung noch weiter zu verringern. Auch eine Kopplung mit anderen sauberen Heizsystemen wie Wärmepumpen ist möglich. Des Weiteren besteht sogar die Option, das Brennwertsystem mit regenerativ erzeugtem Biogas zu betreiben. In diesem Fall arbeitet die Anlage dann gänzlich klimaneutral.

Wie teuer ist ein Gas-Brennwertkessel?

Ein moderner Gas-Brennwertkessel kostet etwa 6.000 bis 10.000 Euro. Je nach Leistung variieren die Anschaffungspreise für eine Gasheizung zwischen 2.500 und 5.000 Euro. Die Integration der Brennwerttechnik und die Anpassungen an Abgas- und Abflussanlage kosten ebenfalls noch einmal ungefähr 1.500 bis 2.500 Euro. Und für die Installation des Gerätes müssen Sie dazu etwa 2.000 bis 2.500 Euro zahlen.

Bedenken Sie außerdem, dass Sie für den Betrieb des Gas-Brennwertkessels einen Gasanschluss benötigen. Die Kosten für eine Neuinstallation von diesem belaufen sich auf rund 1.500 bis 2.500 Euro. Ein zusätzlicher Warmwasserspeicher schlägt je nach Volumen auch noch einmal mit 1.000 bis 1.500 Euro zu Buche. In einer Kompaktheizzentrale ist der Speicher allerdings bereits integriert.

Im Rahmen des Klimapakets werden regenerative Erweiterungen wie Wärmepumpen, Solaranlagen oder Pelletöfen staatlich gefördert. Buderus berät und unterstützt Sie dabei. Alle aktuellen Informationen und Fördersätze finden Sie auf unserer Seite Bundesförderung für effiziente Gebäude .

Bauteile/Arbeitsschritt Kosten
Gasheizung 2.500 – 5.000 Euro
Umrüstung Abgasanlage (Brennwerttechnik) 1.500 – 2.500 Euro
Installation 2.000 – 2.500 Euro
Warmwasserspeicher (optional) 1.000 – 1.500 Euro
Gasanschluss (falls nicht vorhanden) 1.500 – 2.500 Euro
Hydraulischer Abgleich (Voraussetzung für Förderung) ca. 1.000 Euro
Gesamtkosten (essenziell) 6.500 – 10.500 Euro
Gesamtkosten (mit optionalen Kostenpunkten) 9.500 – 15.000 Euro

(Bei den angegebenen Kosten handelt es sich um Richtwerte, diese können regional unterschiedlich sein und nur beispielhaft angenommen werden.)

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Die häufigsten Fragen zum Gas-Brennwertkessel

  • Nein, eine Steigerung des eigentlichen Heizgrades ist bei einem Gas-Brennwertkessel nicht möglich. Sie können jedoch die allgemeine Heizeffizienz Ihrer Heizanlage verbessern, etwa durch die richtige Dimensionierung des Kessels sowie der Heizkörper. Auch durch aufeinander abgestimmte Regeltechnik im gesamten Heizsystem und einen hydraulischen Abgleich lassen sich Einbußen im Wirkungsgrad minimieren. Nicht zuletzt spielen der Dämmstandard des Hauses sowie das eigene Heizverhalten eine wichtige Rolle, um den Betrieb zu optimieren.

  • Ergänzen Sie Ihren Gas-Brennwertkessel mit einem Warmwasserspeicher, erhöhen Sie die Effizienz im Betrieb und steigern den Warmwasserkomfort. Im Prinzip funktionieren sowohl ein integrierter als auch ein externer Warmwasserspeicher gleich gut. Bei einer Kompaktheizzentrale, in der der Speicher bereits vorhanden ist, sparen Sie einiges an Platz. Mit einem externen Warmwasserspeicher können Sie das Volumen hingegen besser auf die Bedürfnisse Ihres Haushalts anpassen, da die Geräteauswahl weitaus größer ist.

  • Die Erdgasversorgung in Deutschland erfolgt entweder über L-Gas oder H-Gas. Beide Typen unterscheiden sich in ihrer chemischen Zusammensetzung und somit auch in ihrem Brennwert – L steht hier für „low“, H für „high“. H-Gas liefert hierbei etwa einen Brennwert von 11,5 Kilowatt Heizenergie pro Kubikmeter, L-Gas lediglich 10 Kilowatt. Aufgrund ihrer Beschaffenheit müssen technische Gerätschaften, auch Heizsysteme, unterschiedliche Anforderungen aufweisen, um das jeweils eine oder andere Gas nutzen zu können. Da Erdgas in Kilowattstunden verrechnet wird, existiert für L- sowie H-Gas dieselbe Preisbasis.

Unser Förderservice fürs Klimapaket

Mit den Neuerungen zur Gebäudeförderung im Juli 2022 sollen verstärkt CO₂-Emissionen gemindert und der Energieverbrauch gesenkt werden.

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Eine Gasheizung ist eine effiziente, günstige und platzsparende Möglichkeit zum Beheizen der Räumlichkeiten und zur Warmwasserbereitung. Erfahren Sie die Funktionsweisen und welche Arten es gibt.